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Do it yourself Osternest - Teil 1

Die kreative Idee Nr. 11 ist ein aufwändigeres Bastel-Projekt, weshalb ich es in zwei Parts aufteile. In Teil 1 und Teil 2 der Kreativen Überraschung Nr. 11 werden Pappmaché-Ostereier und ein Do-it-yourself-Osternest entstehen. Diese Bastelarbeit braucht viel Zeit, einerseits zum daran arbeiten, andererseits braucht es recht viel Trocknungszeit. Hier in Teil 1 beschreibe ich, wie Sie die Grundform des Pappmaché-Ostereis mit Zeitungspapier und Kleister aufbauen können.
Das Schöne an dem Pappmaché-Osterei ist, dass man es zum Verstecken von kleinen Ostersüßigkeiten im Garten oder in der Wohnung nutzen kann, aber auch als Schale für Süßes, oder zur Dekoration.

Welches Material brauche ich?

  • Luftballon
  • Kleister
  • Zeitungspapier
  • einen Borstenpinsel
  • Wasser
  • Schale für Kleistermischen
  • Malerkittel/Kleidung, die dreckig werden darf
  • altes Glas, oder Bindfaden und Holzstock/Schaschlik-Spieße (siehe Schrittanleitung)
  • evtl. weißes DIN A4-Papier
Pappmaché-Osterei, Nest (5)
Luftballon auf Glas, daneben Pinsel und Kleister

Schritt 1
Bevor angefangen werden kann zu basteln, ist es wichtig, sich alle nötigen Materialien und den Bastel-Platz herzurichten. Die Arbeit mit Kleister kann eine spaßige, aber auch ganz schöne Sauerei werden.

Zum Material:
Für diese Bastelidee reichen handelsübliche Luftballons aus (in vielen Supermärkten gibt es welche im Schreibwarenbereich, einfach mal fragen). Die kleinen Luftballons für „Wasserbomben“ sind für ganz kleine Dekorations-Ostereier geeignet. So viele Oster-Nester Sie haben wollen, so viele von den größeren Luftballons werden aufgeblasen und verknotet. Wichtig: Blasen Sie die Ballons nicht zu prall auf. Die Gefahr, dass die Ballons während des Basteln platzen wird dadurch erhöht. Ein Ballon darf ruhig noch gut elastisch sein und ohne Risiko leicht eindrückbar.

Material, vorbereitet für Teil 1

Kleister finden Sie in Baumärkten (oder, sollten diese geschlossen sein, online). Da braucht es nichts spezielles.
Zum Anrühren des Kleisterpulvers mit Wasser nehmen Sie entweder einen Borstenpinsel, oder bestenfalls sogar einen Schneebesen (der jedoch schnell wieder ausgewaschen werden sollte). In eine Schale füllen Sie etwas Wasser und geben rührend (ähnlich wie beim Pudding kochen) das Kleisterpulver hinzu. Achten Sie darauf, nicht zu viel Pulver hineinzuschütten. Die Pulver-Wasser-Mischung dickt nicht sofort an. Sollte es zu zähflüssig werden, geben Sie wieder etwas Wasser hinzu. Es braucht ein wenig, bis die Konsistenz stimmig ist. Wichtig ist, dass (wie beim Pudding kochen) kleine Klümpchen vermieden werden. Sollten sie doch entstehen, können diese am Schalenrand (mit einem Löffel) zerdrückt und wieder beigemischt werden.
Die Konsistenz für das Vorhaben ist dann in etwa richtig, wenn der Kleister nicht zu flüssig ist, sondern langsam vom Pinsel abtropft. (Auf dem Foto versucht zu Veranschaulichen.)

Zeitungspapier werden Sie einerseits als Unterlage benötigen, andererseits aber auch in kleinen Stücken. Zum Vorbereiten nehmen Sie am besten einen Schuhkarton oder ähnliches und zerreissen etliche Zeitungsseiten und sammeln Sie sie darin. Lieber etwas zu viel als zu wenig, den unverwendeten Rest kann man immernoch in die Papiertonne werfen.

so in etwa sollte die Kleister-Konsistenz aussehen

An einen oder mehrere Holzstöcke/Holzstäbe/ersatzweise Schaschlik-Spieße können Sie Bindfäden verknoten (siehe Foto). Daran werden später die Luftballon-Pappmaché-Rohlinge geknotet und zum Trocknen gehängt. Überlegen Sie sich, wohin Sie die Stäbe legen können (wie im zweiten Foto dazu), um sie mind. einen Tag Trocknen zu lassen.

Alternativ zum hängenden Trocknen, ist es auch möglich, den Pappmaché-Rohling auf einem Glas abzustellen. Evtl. entsteht dadurch eine kleine „Ring-Delle“, allerdings malt man ja in Teil 2 noch mal drüber und es wird weniger sichtbar. Zudem ist das Glas nützlich, um den Ballon während des Beklebens ab und an aus der Hand zu legen.

Letztes Wort zu Material und Vorbereitung, dann geht es in Schritt 2 weiter: Das Kleben mit Kleister kann sehr viel Spaß machen, aber eben auch viel Sauerei. Deswegen empfiehlt sich: keine langen Ärmel tragen, einen Malerkittel anziehen bzw. Kleidung, die dreckig weren darf. Da Kleister wasserbasierend ist, lässt er sich später wieder recht gut auswaschen. Trotzdem macht es mehr Spaß, wenn man nicht so auf die Kleidung achten muss. ; )

Pappmaché-Osternest (9)Stöcke
Holzstäbe mit angeknotetem Faden zum späteren Trocknen

Schritt 2
Ist erst einmal alles hergerichtet, ist das Aufbauen des Pappmaché-Rohlings dran. Wie auf den Fotos zu sehen ist, werden die einzelnen Zeitungsstücke mit leichter Überlappung übereinander geklebt. Dabei ist wichtig, dass jedes Zeitungsfitzel auf beiden Seiten mit Kleister eingerieben ist. Mit dem Pinsel kann man das Kleben machen – ich greife immer zur „Sauvariante“/haptischen Variante: mit den Händen kleben. Ich finde es so viel einfacher, die klebenden Zeitungsschnipsel auf die Oberfläche des Luftballons zu haften, anzupassen und glatt zu streichen.
Wer für Teil 2 vordenken möchte und keine Acrylfarbe zu Hause hat, nimmt für die letzte Schicht kleine weiße, DIN A4-Papierschnipsel. Damit ist die bemalbare Oberfläche weiß und die Farben kommen später besser zur Geltung.

Pappmaché-Osterei, Nest (7)
Zeitungsschnipsel sind mit Überschneidung mit Kleister auf den Luftballon geklebt. Ganz perfekt glatt funktioniert das nur mit seehr viel Geduld. Macht nichts, unperfekt ist hier perfekt!
Pappmaché-Osterei, Nest (10)
Die erste Schicht Zeitungspapier ist fast fertig geklebt. Es braucht etwas Übung und Ausprobieren, bis man weiß, wie man den Ballon zu Bekleben am besten festhalten kann.
Pappmaché-Osterei, Nest (15)Pappmache-Rohling
Der Luftballon ist fertig umklebt. Es sind drei Schichten.

Tipps zu Schritt 2
Spätestens bei der zweiten Schicht (die man direkt an das Kleben der ersten Schicht auftragen kann), wird es mit dem Festhalten etwas knifflig – hierzu braucht es Ausprobieren, wie einem das Ganze nicht aus den Händen flutscht. Ab der zweiten Schicht ist zu viel Druck beim Anbringen eher unförderlich, da die durchnässte erste Schicht reissen kann. Ein leichtes Andrücken und Glattstreichen der zweiten Papierschicht reicht oftmals. Sie und die Kinder entwickeln mit der Zeit ein Gefühl dafür.
Den „Bürzel“/das Knotenende des Luftballons können Sie frei lassen. Das ist für Schritt 3 auch notwendig.

Schritt 3
Ist der Luftballon mit 3-4 Schichten Zeitungspapier eingekleistert, ist der Pappmaché-Rohling fertig.

Jetzt kommen die präparierten Holzstäbe zum Einsatz. Das frei gelassene Luftballonende wird an einen Faden geknotet. Dann wird der Holzstab z.B. zwischen zwei Stühle gelegt, damit dazwischen der Luftballon-Pappmaché-Rohling hängend trocknen kann. Falls der Rohling noch tropfen sollte, legen Sie am besten eine Plastiktüte darunter (Zeitungspapier klebt nur auch am Boden fest, wenn zu viel Kleister runter tropft.)

Jetzt muss leider gewartet werden, mind. eine Nacht lang, evtl. auch länger. Ob der Rohling fertig getrocknet zum Weiterbasteln ist, merken Sie daran, dass er fest und starr geworden ist. Er lässt sich, ohne nasse Stellen zu fühlen, anfassen.
Dann geht es weiter zu Teil 2 von Kreative Ideen für Familien – Nr. 11.

Das Luftballonende ist mit einem Faden an einen Holzstab geknotet.
Mehrere Pappmaché-Rohlinge hängen an Holzstäben zwischen zwei Gatrenstühlen zum Trocknen.

Kleiner Tipp für Alle – Handhabung Pinsel
Pinsel sollten generell immer gut ausgewaschen werden.
Aber auch während des Malens ist es wichtig, den Pinsel nicht im Wasser liegen zu lassen. Das Holz des Pinselgriffs quellt dadurch auf und trocknet später wieder. So lockert sich nach und nach die Metallmanschette, die die Pinselhaare hält.
Zudem kann es Ihnen passieren (wie im Beispielfoto), dass der Griff, wenn er eine Lackierung hat, anfängt zu splittern.

Es gibt auch einen Trick zu sehen, ob der Pinsel sauber ist, wenn man mit Farbe gemalt hat: Nehmen Sie ein Küchenpapier und tupfen Sie den Pinsel darauf – ist noch Farbe auf dem Zewa, muss der Pinsel nochmal gewaschen werden.

beschädigter Pinselgriff
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